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Muss die Stadt Pripjat erhalten werden?:

Tschernobyl

"In einem Augenblick kollabierte unser ganzes Leben"

Sie feierten Partys, verliebten sich, bekamen Babys: In Prypjat konnte man glücklich sein - bis zum Super-GAU. 15 frühere Bewohner kehrten mit Fotografin Alina Rudya in ihre zerfallene Heimat zurück.

Galina erinnert sich genau an den Duft der Rosen von Prypjat. In schlaflosen Nächten schwebt sie häufig dorthin, fliegt mit einem hellen, knöchellangen Kleid über die Stadt ihrer Jugend.

Dies Todeszone lebt

Eine ausgestorbene Landschaft? Von wegen: 30 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zeigen Fotos das Leben in der Sperrzone.

Der Umkreis von 30 Kilometern um den Unglücksreaktor von Tschernobyl ist Sperrzone. Hundertausende Menschen lebten hier einst und mussten ihre Heimat nach der Katastrophe verlassen - bis heute ist das Gebiet, bis auf wenige Ausnahmen, menschenleer. Tiere gibt es hier aber noch, und das nicht zu knapp. Zum 30. Jahrestag des Atomunglücks am 26. April zeigen Fotografen das Leben in der Sperrzone.

Deutsche halten Atomkatastrophe auch in Westeuropa für möglich

Tschernobyl liegt 30 Jahre zurück, aber die Angst ist geblieben. Ein ähnlicher Unfall sei auch in Mittel- und Westeuropa denkbar, sagt eine große Mehrheit der älteren Deutschen.

Darum strahlt die Atomruine noch sehr, sehr lange

Der Super-GAU in Tschernobyl wird die Menschheit noch Jahrhunderte beschäftigen. Denn in der Atomruine lagert ein düsteres Erbe.

Der größte Atomunfall der Geschichte, eine Ruine und die Folgen

Am 26. April 1986 ereignet sich im Atomkraftwerk von Tschernobyl der GAU: Der komplette Reaktorblock explodiert und setzt einen radioaktiven Fallout frei, der über halb Europa niedergeht. Heute, 30 Jahre danach, ist die Gefahr weder in der Reaktorruine selbst, noch in der umgebenden Sperrzone vorbei – eher im Gegenteil.

Literaturnobelpreis für Swetlana Alexijewitsch

Die weißrussische Journalistin und Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch bekommt den Literaturnobelpreis 2015. Das Komitee zeichnet die 67-jährige Autorin für ihr Werk aus, "das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt".

Sie war seit Jahren als Kandidatin gehandelt worden, in diesem Jahr lag sie in den Ranglisten der Wettbüros ganz vorne - nun bekam Swetlana Alexijewitsch, 67, tatsächlich den Nobelpreis für Literatur zugesprochen. Dies verkündete die Schwedische Akademie am Mittag in Stockholm.

Swetlana Alexijewitsch: Die Trümmerfrau der Gefühle

Die 67-jährige Weißrussin erhält den Literaturnobelpreis

Die Fakten sprachen für sie: 65 Jahre beträgt das Durchschnittsalter aller bisher mit dem Literaturnobelpreis Geehrten, und seit Tagen war die 67-Jährige bei den Buchmachern als Topfavoritin gehandelt worden.

Swetlana Alexijewitsch: Wahrsprecherin der bedrängten Humanität

Mit seinem Votum hat das Nobelpreiskomitee in Stockholm eine famose Reportagekünstlerin aus Weißrussland geehrt. In ihren Werken wird das totalitaristische "Erbe " zum Gegenstand

Wien/Stockholm – "Die Haare werden zuerst verrückt." Mit diesem Satz beschreibt eine namenlos bleibende 57 Jahre alte Ärztin ihre Erfahrungen während des Untergangs der Sowjetunion. "Wissen Sie, wie die Haare verrückt werden? Sie werden hart wie Angelsehne."

Tschernobyl: Tiere kehren in verstrahlte Gebiete zurück

Knapp 30 Jahre nach dem GAU in Tschernobyl leben in einem radioaktiv stark belasteten Gebiet in Weißrussland wieder ähnlich viele Tiere wie in unbelasteten Regionen. Wie gesund sie sind, ist allerdings unklar.

Tierparadies Tschernobyl: Strahlung weniger schädlich als menschliche Präsenz

Aktuelle Studie zeigt, wie gut sich die Bestände an Großsäugetieren entwickeln, seit in der Region keine Menschen mehr leben

Kiew/Portsmouth – Fast drei Jahrzehnte nach dem Super-GAU sieht die Region von Tschernobyl in der Ukraine weniger wie ein Katastrophengebiet als wie ein Paradies für Wildtiere aus: Zu diesem Befund kommen britische Wissenschafter in einer aktuellen Studie, die im Magazin "Current Biology" veröffentlicht wurde.