Borsteler stricken fuer Kinder in Not
+ Die Kinder aus dem weissrussischen Narowlja freuten sich sehr ueber die gestrickten Pullover, Muetzen und Schals von den Borsteler Strickdamen. Ursula Reimann (links) hatte die Idee zu der Geschenkaktion. Foto: Helga Raessler
Fuer 18 weissrussische Kinder aus der Region Tschernobyl geht morgen ein Erholungsaufenthalt in Arendsee zu Ende. Wenn sie die Altmark in Richtung Heimat verlassen, haben sie Pullover, Muetzen und Schals im Gepaeck – selbst gefertigte Geschenke von den Borsteler Strickdamen. Borstel / Arendsee. Eine grosse Freude bereiteten am Montagnachmittag die Strickdamen aus Borstel den weissrussischen Kindern aus Narowlja, die seit drei Wochen Ferien in Arendsee machen. Sie beschenkten sie mit selbst gestrickten Pullovern, Muetzen und Schals. " Wir mцchten damit helfen, euch im Winter warm anzuziehen ", erklaerte Ursula Reimann, Initiatorin der Gruppe.
Sie hatte vor drei Jahren die Idee, fuer Kinder in Not zu stricken. Aber da es damals zu schwierig war, in die Ukraine oder nach Weissrussland zu reisen, spendeten sie ihre ersten Strickwaren fuer rumaenische Kinder. " Wir haben dann aus der Zeitung vom Aufenthalt der Gruppe aus Narowlja in Arendsee und vom Verein Hilfswerk Kinder von Tschernobyl erfahren und sofort Kontakt aufgenommen ", berichtete sie.
Margrit Rieger vom Vereinsvorstand vermittelte den Kontakt und so kam es am Montag zum Treffen im Integrationsdorf. Dort empfingen die 18 Maedchen und Jungen im Alter von acht und 16 Jahren zusammen mit ihren Betreuerinnen Tamara Dawidowitsch, Anna Babak und Natascha Tischtschenko ihre deutschen Gaeste.
Als Dankeschцn fuer die gestrickten Geschenke fuehrten sie ein Programm mit Liedern und Taenzen vor. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken verging der Nachmittag. Beim Plaudern half Dolmetscherin Tamara Dawidowitsch, die seit ueber zehn Jahren die Kinder aus Narwolja zu ihren Erholungsaufenthalten nach Arendsee begleitet.
" Unsere Kinder sind erholungsbeduerftig, denn die Region ist auch ueber 20 Jahre nach der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl noch von den Folgen betroffen ", beschrieb sie. Deshalb seien sie dankbar fuer die Unterstuetzung des Vereins und der vielen Spender sowie der Gasteltern, die sie an den Wochenenden in der Altmark aufnahmen. Am morgigen Donnerstag reisen die Kinder wieder nach Hause.
Ursula Reimann und ihre Strickdamen werden weiter stricken, denn auch andere Kinder brauchen warme Kleidung. Mit dabei ist seit drei Jahren auch Marga Dittert aus Rossdorf. " Ich habe von der Gruppe gelesen und mich ihr spontan angeschlossen ", erzaehlte sie. Wie die anderen stricke sie zu Hause und komme dann manchmal auch zu den Stricknachmittagen nach Borstel.
" Wir treffen uns montags und tauschen uns aus und stricken natuerlich ", so Ursula Reimann. Unterstuetzt wird sie besonders von Organisatorin und Chronistin Heidi Pauker, die jeden Volksstimme-Artikel sammelt, und von Elsbeth Hulsch, die sich mit den technischen Details bestens auskennt.